Blogbeitrag

05 | 06 | 2008

Account-o-mania

Geschrieben von um 14:44 Uhr

Wieviele Benutzerkonten kann man eigentlich verwalten, wieviele Dienste kann man nutzen, wievielen Gemeinschaften kann man sich widmen? Jörg Hoewner zeigt in seinem Blog ein nettes Fundstück, das diese Frage im Umfeld der Sozialen Netzwerke karikiert.

Aber die inhaltlichen und sozialen Komponenten sind nur ein Teil des Dilemmas. Die Vielzahl der Konten, die aktive Web Citizens anzulegen gezwungen sind, wirft eine Menge Fragen auf:

  • Wer hat all die AGB und Datenschutzhinweise gelesen und verstanden?
  • Wer hätte sie akzeptiert, wenn er es getan hätte?
  • Wer hat den vollständigen Überblick über all die Daten, die er im Laufe der Zeit in irgendwelchen (Firmen-)Datenbanken hinterlassen hat?
  • Wer löscht tatsächlich gelegentlich eventuell verwaiste Konten und erinnert sich dann auch noch an die Zugangsdaten?
  • Wer aktualisiert all seine Konten, wenn sich seine persönlichen Daten geändert haben?
  • Wer macht sich die Mühe, ein persönliches System von Passwörtern zu entwickeln, das einerseits größtmögliche Sicherheit und darüberhinaus eine handliche Nutzung gewährleistet.
  • usw.

Ich habe, ehrlich gesagt, den Überblick über alle meine Mail-, Kunden-, Netzwerk-, und Was-sonst-noch-Konten verloren.

Können Systeme wie openID oder openSocial diese Probleme lindern? Oder hilft nur persönliche Disziplin? Oder ist es wurscht, weil wir uns ohnehin unaufhaltsam weiter exhibitionieren und geschlossene Systeme dann völlig redundant sind?

Bis es soweit ist, wünsche ich mir aber noch einen sicheren Universalschlüssel zu all meinen digitalen Identitäten und den Diensten, die ich nutze.

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Kategorie » Digitale Welt, Erstrebenswert, Murphys Gesetz, Wünschenswert «

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