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02 | 07 | 2011

Ausstellung „Container Architektur“, NRW-Forum, Düsseldorf

Geschrieben von um 16:46 Uhr

ISO Shipping Container by viper9x¹ (CC-lizensiert²)

ISO Shipping Container by viper9x¹ (CC-lizensiert²)

Gestern endlich hatte ich die Gelegenheit, mir die aktuelle Ausstellung Container Architektur (Facebook Album) im Düsseldorfer NRW-Forum (Friday Night Angebot: offen bis 24 Uhr, ermäßigter Eintrittspreis, kostenlose Führung um 20 Uhr) anzusehen.

Ganz neu war mir das Thema alternativer und ggf. mobiler Raum- bzw. Wohnkonzepte ª nicht, für die ich mich schon seit einigen Jahren interessiere und sie wenigstens an einigen Wochenenden im Jahr auch selbst (er-)lebe.

Dennoch war ich begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten, die die genormten ISO-Container, die seit mehr 50 Jahren das Gesicht der großen Seehäfen und des gesamten Transportwesens verändern, als modulares Baukastensystem bieten – zur Verwendung als Lazarett, (Not-)Unterkunft, Strand-, Garten-, Tee- oder Wohnhaus, Brücke, Aussichtsturm, Ausstellungs- oder Verkaufsraum, Studentenwohnheim bis hin zur Gestaltung repräsentativer Flagship-Stores und Villen oder gar ganzer Stadtteile.

Mehr als 20 detaillierte Modelle im Maßstab 1:5 und eine große Menge an Konstruktionsplänen, Skizzen, Computer-Grafiken und Fotos zeigten einen guten Querschnitt der, im doppelten Sinne des Wortes, „inhaltlichen“ Umwidmung dieser extrem zweckunterworfenen Massenbehälter an der Grenze zwischen Objekt und Architektur.

Zwei Aspekte haben mir allerdings sehr gefehlt:

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09 | 01 | 2009

Qype: Monte d’Oiro Refugio Design Hotel in Lagos

Geschrieben von um 16:19 Uhr

Lagos

Charmantes kleines Design- bzw. Boutique-Hotel (4-Sterne) in den Hügeln oberhalb von Lagos. Es gehört zu den sehr stilbewussten Epoque-Hotels.

Das Monte d’Oiro hat 17 geschmackvoll eingerichtete Zimmer, ein sehr schönes Frühstücksbuffet mit lokalen Spezialitäten, eine kleine Bar, eine sehr hübsche Poollandschaft, einen (auf Wunsch zu besichtigenden) Weinkeller, eine kleine (Infrarot-)Sauna.

Die unverbaute Lage sorgt für einen phantastischen Panoramablick über die Bucht von Lagos und das Hinterland.

Distanzen:

  • Lagos Zentrum – 2,5 km
  • Ponta da Piedade – 4 km
  • Faro (Airport) – 75 km

Die technische Ausstattung und das Serviceangebot entsprechen den Standards in dieser Kategorie.

Pluspunkt ist absolut das Ambiente, das durch die Architektur (Nuno de Sousa, Cascais, Portugal), die Dekoration (Soap Ateliers, Holland) und die Ausrüstung (Ingo Maurer, Philippe Starck und Kartell) geprägt ist.

Ein paar kleine Minuspunkte:

  • Einige hundert Meter unterhalb der Anlage führt eine Schnellstraße vorbei, die für eine gewisse Geräuschkulisse sorgt.
  • Eine Stromleitung führt direkt über den Garten, einer der Masten steht mitten darin.
  • Aufgrund der exponierten Hügellage ist es recht windig, was die Nutzung der Poolanlage etwas einschränkt, aber wiederum den og. Straßenlärm einigermaßen „verweht“.
  • Es gibt außer dem sehr schönen Frühstücksbuffet keine Restauration, nur auf besonderen Wunsch werden, wenn ich mich recht erinnere, kleine Snacks zubereitet.

Dennoch machen die Lage und die ansprechende Gestaltung das Monte d’Oiro zu einer attraktiven Alternative abseits der überfüllten, küstennahen Ressorts.

Mein Beitrag zu Monte d’Oiro Refugio Design Hotel – Ich bin RalfNeuhaeuser – auf Qype

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23 | 06 | 2008

Neuen Sinn spinnen

Geschrieben von um 11:36 Uhr

Das geschäftsführende Trio – Kirsten Jantke, Jörg Hoewner und Michael Jansen – der Düsseldorfer Kommunikationsagentur K12 hat im April einen Leitfaden für Innovationskultur in Unternehmen veröffentlicht, der mir hier noch in einem Lektoratsexemplar vorliegt.

Wenn Ihr Unternehmen sich schon zu lange auf ausgetretenen Pfaden bewegt oder „stuck in obsessive routine“ ist, empfehle ich die Lektüre als inspririerende Sommerbrise für den medialen präfrontalen Cortex.

Die frische, illustrative Gestaltung verantwortet die „red dot„-prämierte russische Designerin Maria Kiseleva.

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28 | 05 | 2008

Gebrauchstauglichkeit und Nutzungserlebnis

Geschrieben von um 17:35 Uhr

Mit der steigenden Komplexität der Möglichkeiten, die die Netzwelt bietet, gewinnen zwei Begriffe sehr langsam, aber stetig an Bedeutung:
Gebrauchstauglichkeit (englisch: Usability) und Nutzungserlebnis (englisch: User experience oder abgekürzt UX)

Dennoch:
Selbst die einfache Wald-und-Wiesen-Website wird noch lange nicht von allen Nutzern verstanden und beansprucht längst deren sämtliche verfügbaren Magic 7±2 chunks (George A. Miller, 1956), aber schon stehen sie vor neuen Herausforderungen durch zunehmend dynamischere AJAX-, Flash-, Flex- und Silverlight-Inhalte, vielteilige Anmelde- oder Bestellprozesse etc..

Dabei sind die „alten“ Baustellen der Gebrauchstauglichkeit noch nicht einmal befriedigend abgeschlossen. Technikärgernisse wie Fahrstuhlsteuerungen, Entwerterautomaten und sperrige, nicht kompatible Netzteile u.v.m. ärgern oder überfordern täglich Millionen Nutzer – und das schon seit Jahrzehnten und lange vor der Erfindung des Web oder gar von RIAs.

Eben diese „Usability 1.0“-Themen nicht aus dem Auge zu verlieren, mahnt der Spiegel-Autor Konrad Lischka ganz zu Recht in seiner neuen Artikelreihe „Fehlfunktion – Technik-Macken, die Millionen nerven“.

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