Blogbeitrag

19 | 06 | 2013

Qype: KCD Essen & Trinken in Düsseldorf

Geschrieben von um 20:21 Uhr

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Ich vermeide es meistens, negative Bewertungen zu schreiben. Positive Erfahrungen zu teilen macht mehr Spaß.

Aber:
Gestern mit dem Fahrrad bei über 30° zum Rhein in einen der am schönsten gelegenen Biergärten Düsseldorfs – nicht ganz so prächtig wie der Burghof, dafür aber auch nicht so überlaufen.
Der Blick auf das Neusser Rheinpark-Center ist zwar nicht ganz so erquicklich, wie der auf die Wiesen von Langst im Norden, aber der Platz ist eigentlich dennoch eine Perle.

Eigentlich! Denn:
Dass wir nach einem Platzwechsel zwei Tische weiter in den Schatten unsere gerade erhaltenen Getränke direkt bezahlen und die Speisen bei einer anderen Servicekraft bestellen mussten, finde ich nicht besonders gastfreundlich, ist aber noch zu verschmerzen.

Die Speisen waren dann allerdings ein kompletter Reinfall!

Zuerst der „Wurstsalat mit Rosmarinbratkartoffeln“ (9,80 €, Tageskarte/Tafel), den meine Freundin genießen wollte:
Die Bratkartoffeln waren matschig und von Rosmarin keine Spur. Der Wurstsalat war aus dünnen Scheiben billigsten Formfleischvorderschinkens (oder etwas ähnlichem) und außerdem recht lieblos gemacht.

Wir haben den Teller direkt zurückgehen lassen und den Teil der Bestellung storniert. Um der Küche noch eine Chance zu geben, hielten wir an der zweiten Bestellung auf Anfrage fest.
Die 2 bestellten Speisen kamen außerdem mit 10 Minuten Abstand – und zwar die kalte, weniger aufwändige zuletzt. Deren Beschreibung folgt jetzt.

Was stellt Ihr Euch unter „Marinierten Tomatenwürfel auf Steinofenbrot“ (5,50 €) vor?

Hat man da nicht rustikal-dicke, knusprige Brotscheiben im Sinn, am Besten frisch geröstet?
Denkt man nicht an mit Olivenöl und Balsamico oder anderem feinem Essig beträufelten und mit etwas (Meer-)Salz, Pfeffer und vielleicht ein paar Basilikumblättern gewürzten kleinen(!) Tomatenwürfelchen, evtl. angereichert mit ein paar Zwiebelwürfelchen?

Ich benutze absichtlich den Diminutiv, denn vor allem bei den Zwiebeln konnte von „-würfelchen“ nicht die Rede sein. Sie schlugen die ebenfalls nicht zierlichen Tomatenstücke locker in Größe und gefühlt auch in Menge.
Die Marinade habe ich letztlich nur gekostet, aber die oben genannten Bestandteile waren offensichtlich wenig anspruchsvoll mit x-beliebigem weißen Essig und Öl getränkt worden.
Getränkt, weil das darunter befindliche Brot die Konsistenz eines nassen Spülschwammes hatte.
Das Brot war auch nicht das angepriesene Steinofenbrot, schon gar nicht in der o.g. Darreichungsform, sondern ganz simples, dünn(!) vorgeschnittenes Industriebrot aus dem Supermarkt, das obendrein Ofen, Pfanne oder Toaster nur von Ferne gesehen hatte.
Also war das, was man als eine Art Bruschetta (der Begriff wird auf der Karte nicht verwendet*) serviert zu bekommen erhofft hatte, ein ziemlich primitiver Tomatensalat auf billiger Massenbackware.

Auch diese Speise ging direkt retour und so konnten wir, da die Getränke ja schon bezahlt waren (s.o.), woanders auf kulinarische Abenteuerreise gehen.

Auf der Karte wurde für Verständnis bei evtl. etwas längeren Wartezeiten geworben, weil ja die Speisen alle frisch zubereitet würden.
Warten mussten wir zwar nicht über die Gebühr lange, aber der Biergarten war auch trotz des tollen Sommerwetters nicht übermäßig gut besucht – was im Nachhinein nicht verwundert – und die Qualität ließ nicht auf große Sorgfalt bei der Zubereitung schließen.

Alles in allem:
Erneuter Besuch nur satt und höchstens für eine Erfrischung – wg. des Blickes auf den Rhein.

* Ich wurde noch im Gehen recht schnippisch über diese Unterscheidung belehrt. Von Einsicht oder gar einer Entschuldigung keine Spur.

Mein Beitrag zu KCD Essen & Trinken – Ich bin RalfNeuhaeuser – auf Qype

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